Roboterverfahren

Punktuelle Rohrsanierung mit höchster Präzision

Nicht alle Schäden in den Rohrleitungen lassen sich durch eine vollflächige Innenauskleidung beheben. Insbesondere punktuelle Defekte im Anschlussbereich oder Bereiche, in denen Material gezielt entfernt werden muss, erfordern eine flexible Lösung.

Für nicht begehbare Kanäle bieten robotergestützte Systeme oft die effizienteste Sanierungsoption.

Für welche Leitungen ist das Verfahren geeignet?

Nennweitenbereich
DN 100 – DN 2000
Altrohrmaterialien
Stahl, Guss, duktiles Gussrohr, Kunststoff u. a.
Rohrgeometrie
Rund-, Ei- und Sonderprofile
Zustand der Altleitung
Muffen, Rissen und Bruchkanten

Einsatzbereiche

  • Abfräsen einragender Stutzen und Hindernisse

  • Entfernen von Inkrustationen, Ablagerungen und Beton

  • Aufarbeiten von Muffen, Rissen und Bruchkanten

  • Beseitigung von Wurzeleinwuchs

  • Verfüllen von Hohlräumen und Wandfehlstellen (Injektion)

  • Verpressen von Rissen und Muffen

  • Abdichten von In- und Exfiltrationen

  • Stutzensanierung mit pneumatischer Schalung

  • Öffnen von Anschlüssen nach Schlauchlining

So funktioniert die roboterbasierte Sanierung

Die Robotersysteme werden oberirdisch über einen Kontrollstand präzise gesteuert und in die Leitung eingebracht. Je nach Schadensbild erfolgt der Einsatz unterschiedlicher Fräs-, Schneid- oder Injektionswerkzeuge.

Bei der Stutzensanierung wird zunächst überschüssiges Material entfernt. Anschließend wird eine pneumatische Schalung im Anschlussbereich positioniert. In diese wird Epoxidharz oder kunststoffmodifizierter Mörtel injiziert.

So entstehen:

  • vollständig verfüllte Hohlräume
  • dauerhaft abgedichtete Schadstellen
  • strukturell erneuerte Anschlussbereiche

Das Ergebnis ist ein mechanisch belastbarer, dicht hergestellter Stutzen mit Eigenschaften eines Neubaus.

Die perfekte Kombination: Roboter & Linertechnik

Robotersysteme sind ein zentraler Bestandteil moderner grabenloser Sanierungsketten. Sie ergänzen Linerverfahren optimal:

  • Vor der Sanierung: Entfernung von Ablagerungen, Hindernissen und einragenden Stutzen
  • Nach der Sanierung: präzises Öffnen von Anschlussbereichen im Liner

Damit ermöglichen sie einen reibungslosen Ablauf bei Verfahren wie Schlauch-Lining, Rohrstrang-Lining oder Close-Fit-Lining.

Materialien & Qualität

Alle eingesetzten Harze und Mörtelsysteme verfügen über eine gültige bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).

Damit sind sie:

  • dauerhaft chemisch und mechanisch beständig
  • geeignet für den Einsatz im Abwassermilieu
  • umweltverträglich und geprüft

Roboterverfahren in der Praxis

Häufig gestellte Fragen

Alles was es über die Technik noch zu wissen gibt

Wann kommt Robotertechnik zum Einsatz?
Immer dann, wenn Schäden punktuell auftreten und eine vollflächige Sanierung nicht erforderlich oder nicht möglich ist – insbesondere in nicht begehbaren Kanälen.
Welche Schäden können saniert werden?
Typische Anwendungen sind Risse, Muffenversätze, Inkrustationen, Wurzeleinwuchs, einragende Stutzen sowie Undichtigkeiten.
Ist die Robotertechnik nur vorbereitend für andere Verfahren?
Nein. Sie wird sowohl eigenständig als auch als Ergänzung zu Linerverfahren eingesetzt – vor und nach der Sanierung.
Wie wird der Stutzen saniert?
Über eine pneumatische Schalung wird der Anschlussbereich ausgeformt und mit Harz oder Spezialmörtel injiziert, bis eine dauerhaft dichte Struktur entsteht.
Welche Materialien werden verwendet?
Es kommen ausschließlich DIBt-zugelassene Harze und kunststoffmodifizierte Mörtel zum Einsatz.
Ist das Verfahren umweltverträglich?
Ja. Alle eingesetzten Systeme sind geprüft, zugelassen und umweltverträglich.
Welche Vorteile bietet die Robotertechnik?
Ja. Alle eingesetzten Systeme sind geprüft, für den Einsatz im Abwassersektor zugelassen und umweltverträglich.