GeoKrete®

Geopolymer-Mörtel für die strukturelle Sanierung und den Korrosionsschutz

Bauwerke und Rohrsysteme aus Beton, Stahl oder Mauerwerk sind insbesondere in aggressiven Umgebungen hohen Belastungen ausgesetzt. Säureangriffe, biogene Schwefelsäurekorrosion, Abrasion und Feuchtigkeit können die Substanz dauerhaft schädigen.

Mit GeoKrete® bietet SWIETELSKY-FABER eine innovative Lösung zur strukturellen Sanierung und zum langfristigen Schutz von Rohrleitungen, Schächten, Tunneln und weiteren Bauwerken.

Der einkomponentige Geopolymermörtel basiert auf einer alkalisch aktivierten Reaktion von Alumosilikaten und Wasser. Dadurch entsteht eine besonders dichte, anorganische Polymerstruktur mit hoher Früh- und Langzeitfestigkeit sowie ausgezeichneter chemischer Beständigkeit.

GeoKrete® verbindet die Vorteile einer modernen Spritzbeschichtung mit einer vollständigen strukturellen Verstärkung – auch dort, wo herkömmliche zementbasierte Systeme oder klassische Kompositsysteme an ihre Grenzen kommen.

Für welche Leitungen ist das Verfahren geeignet?

Geeignete Untergründe

Beton, Stahl, Stein, Mauerwerk, Kunststoff, weitere mineralische und metallische Oberflächen (projektabhängig)

Einsatz bei

Korrosion, biogene Schwefelsäurekorrosion, Risse und Materialverlust, Undichtigkeiten, strukturelle Schäden, aggressive Medienbelastungen

Beständigkeit
  • Säurebeständig bis pH-Wert 1,0
  • Temperaturbeständigkeit über 100 °C bei Industrieabwässern (projektabhängig)
  • extrem geringe Durchlässigkeit

Einsatzbereiche

GeoKrete® eignet sich besonders für Bereiche mit hohen Anforderungen an Beständigkeit und Tragfähigkeit:

  • Abwasserinfrastruktur mit hoher Schwefelwasserstoffbelastung
  • Kläranlagen
  • große Rohrprofile und Sonderbauwerke
  • Schächte, Brunnen und Pumpwerke
  • Industrielle Abwasseranlagen
  • Tunnel
  • Durchlässe
  • Regenwasserbauwerke
  • Sonderbauwerke der Wasserinfrastruktur

So funktioniert die Sanierung mit GeoKrete®

Vor der Anwendung wird der Untergrund gründlich vorbereitet. Lose Bestandteile, Verunreinigungen und geschädigte Bereiche werden entfernt und die Oberfläche für eine optimale Haftung vorbereitet.

Der werkseitig vorgemischte Geopolymermörtel wird vor Ort lediglich mit Wasser vermischt und anschließend mittels Niederdruckspritzverfahren oder Schleudergussverfahren auf die Oberfläche aufgebracht.

Durch die alkalisch aktivierte Polykondensation entsteht eine monolithische, anorganische Polymerstruktur, die sich dauerhaft mit dem Untergrund verbindet.

Je nach Anforderung kann GeoKrete® als Schutzbeschichtung oder als vollständig strukturelle Sanierungslösung in unterschiedlichen Schichtdicken eingesetzt werden.

Vorteile von GeoKrete®

Vollständig strukturelle Sanierungslösung
GeoKrete® stellt die Tragfähigkeit geschädigter Bauwerke wieder her und schützt dauerhaft vor weiteren Schäden.

Hervorragende chemische Beständigkeit
Die anorganische Polymerstruktur ist besonders widerstandsfähig gegenüber aggressiven Medien und Säureangriffen.

Hohe Früh- und Endfestigkeit
Das Material erreicht schnell hohe mechanische Eigenschaften und sorgt für langfristige Stabilität.

Korrosionsbeständiger Schutz
Ideal für Abwasserumgebungen mit hoher Belastung durch biogene Schwefelsäurekorrosion.

Flexible Anwendungsmöglichkeiten
Auftrag auf horizontalen und vertikalen Flächen sowie in unterschiedlichen Schichtdicken möglich.

Hohe Haftfähigkeit
GeoKrete® haftet auf zahlreichen Untergründen wie Beton, Stahl, Stein, Mauerwerk und Kunststoff.

Nachhaltige Alternative
Durch den reduzierten CO₂-Fußabdruck bietet GeoKrete® eine ressourcenschonende Lösung für die Sanierung bestehender Infrastruktur.

Nachhaltigkeit und reduzierter CO₂-Fußabdruck

GeoKrete® wurde von SCS Global Services als Produkt mit reduziertem Kohlenstoff-Fußabdruck zertifiziert.

Im Vergleich zu anderen Sanierungssystemen erreicht GeoKrete® deutliche Einsparungen:

  • 51 % weniger CO₂ gegenüber Mörteln auf Portlandzementbasis
  • 59 % weniger CO₂ gegenüber Mörteln auf Kalziumaluminat-Zementbasis
  • bis zu 95 % weniger CO₂ gegenüber CIPP-Verfahren

Damit unterstützt GeoKrete® eine nachhaltige Erneuerung bestehender Infrastruktur und trägt zur Reduzierung von Umweltbelastungen bei.

Technische Leistungsdaten

Material:
Einkomponentiger, mikrofaserverstärkter Geopolymermörtel

Bindemechanismus:
Alkalisch aktivierte Polykondensation

Auftragsverfahren:

  • Niederdruckspritzen
  • Schleudergussverfahren

Schichtdicken:

  • Schutzbeschichtung: ab ca. 12,7 mm
  • strukturelle Sanierung: ab ca. 25,4 mm

Beständigkeit:

  • Säurebeständig bis pH-Wert 1,0
  • Temperaturbeständigkeit über 100 °C bei Industrieabwässern (projektabhängig)
  • extrem geringe Durchlässigkeit

GeoKrete® in der Praxis

Häufig gestellte Fragen

Alles was es über die Technik noch zu wissen gibt

Was ist GeoKrete®?

GeoKrete® ist ein moderner Geopolymermörtel zur strukturellen Sanierung und zum Korrosionsschutz von Rohrleitungen, Schächten, Tunneln und weiteren Bauwerken. Das Material bildet nach der Aushärtung eine dichte, anorganische Polymerstruktur mit hoher Festigkeit und Beständigkeit.

Wo wird GeoKrete® eingesetzt?

GeoKrete® kommt überall dort zum Einsatz, wo bestehende Infrastruktur dauerhaft geschützt oder statisch ertüchtigt werden muss – insbesondere bei Abwasseranlagen, Schächten, Durchlässen, Tunneln und großen Rohrprofilen.

Welche Vorteile bietet GeoKrete® gegenüber herkömmlichen Zementmörteln?

GeoKrete® bietet gegenüber klassischen zementbasierten Systemen eine höhere chemische Beständigkeit, bessere Haftung und eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber aggressiven Abwasserumgebungen.

Ist GeoKrete® für stark belastete Abwasserumgebungen geeignet?

Ja. GeoKrete® wurde speziell für raue Kanalumgebungen entwickelt und bietet eine hohe Beständigkeit gegenüber biogener Schwefelsäurekorrosion und aggressiven Medien.

Welche Untergründe können mit GeoKrete® saniert werden?

GeoKrete® haftet auf zahlreichen Materialien, darunter Beton, Stahl, Stein, Mauerwerk und Kunststoff.

Kann GeoKrete® auch bei komplexen Geometrien eingesetzt werden?

Ja. Durch das Spritzverfahren eignet sich GeoKrete® besonders für unregelmäßige Profile, schwer zugängliche Bereiche und Bauwerke, bei denen klassische Auskleidungssysteme nicht eingesetzt werden können.

Wie wird GeoKrete® verarbeitet?

Das Material wird vor Ort mit Wasser angemischt und anschließend durch moderne Spritztechnik oder Schleuderguss aufgetragen. Die Anwendung erfolgt unter definierten Qualitätssicherungs- und Kontrollprozessen.